Discdogging - Dog Frisbee
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Regeln
Seit sich im Jahre 2006 die German Discdog Association (Dachverband des deutschen Discdog Sports) aufgelöst hat, wird in Deutschland nach keinem festen Regelwerk mehr gespielt. Trotz allem möchten wir Ihnen nachfolgend die Regeln der GDDA näher erläutern, da sie sehr nah an das amerikanische UFO Regelwerk angelehnt sind.

Richtlinien für die Freestyle-Runden

Die Freestyle-Runden werden nach dem D.I.S.C.S.-System angelehnt an das amerikanische UFO-System gerichtet.
Drive and Athleticism (Trieb des Hundes), Inguenity (Einfallsreichtum), Showmanship (Darstellung des Teams), catch ratio (Verhältnis der gefangenen vom Hund zu den geworfenen Scheiben) und Safety (von 10 vorhandenen Punkten werden Punkte für unsichere Sprünge und vom Werfer verschuldete schlechte Landungen des Hundes abgezogen).

Die maximal zu erreichende Punktzahl ist 50. Die ersten drei Kategorien werden im Bereich zwischen 1 und 10 mit 0,5 Punkt-Abständen gerichtet. Die catch ratio errechnet sich nach einer Tabelle. Es werden nur Würfe gezählt, bei denen die Scheibe fliegt und dann vom Hund gefangen wird. Vom Hund aus der Hand genommene Scheiben zählen nicht. Ein Roller wird dann gewertet, wenn der Hund diesen aufnimmt, ohne die Scheibe vorher umzuwerfen.

Zeitlimit
Freestylerunden haben eine Länge von 120 Sekunden. Die Zeit beginnt zu laufen, wenn die erste Scheibe die Hand des Werfers verlässt. Der countdown wird bei 60, 30 und 10 Sekunden gegeben.

Scheiben

Es dürfen bis zu 7 Scheiben gespielt werden. Die Wettkampfscheiben werden zur Verfügung gestellt, müssen aber nicht benutzt werden, wenn das Team diese sonst nicht spielt. In einem solchen Fall müssen die als Alternative zur gesponserten Wettkampfscheibe verwendeten Scheiben durch die Richter als spielbar bezeichnet werden.

Körperabsprünge (vaults)
Körperabsprünge sind in einer freestyle-Kür nicht zwingend vorgeschrieben. Auch führt das Zeigen dieser vaults nicht zwingend zu einer höheren Punktezahl. Wenn ein vault gezeigt wird, sollte dieser sehr kontrolliert und sicher ausgeführt werden. Spezielles Augenmerk sollte auf die sichere Landung des Hundes gerichtet werden. Wiederholtes Zeigen von vaults bzw. extreme Höhe der vaults wirkt wertungsmindernd.

Punktabzug
Die Verantwortlichen nehmen sich das Recht, bis zu 5 Punkte der erreichten Gesamtpunktzahl der Freestyle-Runde eines Teilnehmers abzuziehen, wenn dieser gegen die unter 2. genannten Sicherheitshinweise zu Gunsten des Hundes verstößt. In extremen Fällen haben die Organisatoren das Recht, einen solchen Teilnehmer zu disqualifizieren.

Musik
Teilnehmer sollten ihre eigene Musik auf einer CD mitbringen. Die CD muss deutlich gekennzeichnet sein, den Namen des Teilnehmers und die Nummer der zu spielenden Lieder tragen.

D.I.S.C.S.-System Richterrichtlinien

Drive and Athleticism (Trieb des Hundes)
Bewertet wird der Beutetrieb des Hundes, seine Geschwindigkeit und Kondition, Sprungkraft und Kontrolle während des Sprunges und der Landung, sowie die Ausdauer des Hundes beim Fangen der Scheiben.

Ingenuity (Einfallsreichtum)
Bewertet wird die Kreativität und die Wurftechnik des menschlichen Teampartners. Spezielle Beachtung finden hierbei die Fähigkeit des Werfers, die Scheiben für den Hund korrekt plaziert zu werfen sowie der insgesamte Anspruch der Kür. Widerholungen werden eher Punktmindernd gewertet.

Showmanship (Darstellung des Teams)
Bewertet wird hier Teamwork, ansprechende Übergänge zwischen den Tricks, Interaktion zwischen Hund und Mensch sowie die generelle fließende Ablauf der Kür.

Catch Ratio (Verhältnis der vom Hund gefangenen zu den geworfenen Scheiben)
Diese Punktezahl wird errechnet, indem die Anzahl der gefangenen Würfe durch die Anzahl der Gesamtwürfe geteilt wird. Dieser Wert wird mal 10 gerechnet und zum nächsten halben Punkt aufgerundet. Als Beispiel: 22 gefangene Scheiben, 30 geworfene = 22/30 *10 = 7,33333 aufgerundet auf 7,5 ergeben also eine catch ratio von 7,5. Um eine catch ratio von 10 zu erhalten müssen alle geworfenen Scheiben gefangen werden. Werte ab 9,9999 werden abgerundet.
Ein Bonus Punkt wird nach Ermessen der Richter für besonders ansprechende oder schwierige Elemente bzw. Tricks gegeben.

Safety (Sicherheit)
Ausgehend von einer Gesamtpunktzahl von 10 werden hier Punkte für deutlich vom Werfer verschuldete "schlechte" Sprünge und Landungen des Hundes abgezogen. Je nach Schwere kann dieser Abzug zwischen 0,5 und 3 Punkten betragen. Sind die 10 Punkte "aufgebraucht", wird das Team für die entsprechende freestyle Runde aus der Wertung genommen, darf aber in der nächsten Runde erneut starten.

Mini Distance

0-10 Meter= 0 Punkte | 10-20 Meter= 1 Punkt | 20-30 Meter= 2 Punkte | über 30 Meter= 3 Punkte

Beim Mini Distance befindet sich der Werfer mit seinem Hund und einer Scheibe in einem markierten Spielfeld. Ziel des Spieles ist es, binnen 60 Sekunden so viele Punkte wie möglich zu erreichen. Punkte gibt es für jeden vom Hund in der Luft gefangenen Wurf, abhängig von der Weite (siehe Spielfeld). Der Werfer kann selbst entscheiden, ob er mit mehreren kurzen oder wenigen weiten Würfen versucht zum Ziel zu kommen.

Jeder Spieler hat einen Probewurf (mit oder ohne Hund). Zu Beginn müssen sich Werfer und Hund hinter der Wurflinie (Start) befinden.

Die Zeit läuft, wenn die Scheibe losgelassen wird oder der Hund über die Abwurflinie läuft. Ein Fang wird dann noch gezählt, wenn die Scheibe vor Ablauf der 60 Sekunden die Hand des Werfers verlassen hat. Es wird die Zeit bei 30 Sekunden angesagt und ab 10 Sekunden läuft der Countdown (10, 9, 8 ... Sekunden). Wenn die Scheibe beschädigt ist, wird die Zeit angehalten, die Scheibe wird durch den Linienrichter begutachtet und ausgetauscht.